Die Reaktivierung der Markgröninger Bahn gehört weiterhin zu den prioritären Schienenprojekten des Landes Baden-Württemberg.
Das geht aus dem heute vorgestellten Konzept des Verkehrsministeriums hervor. Die Strecke zwischen Ludwigsburg und Markgröningen wurde in die erste Tranche aufgenommen und kann damit weiter vorangetrieben werden. Die beiden grünen Landtagsabgeordneten Silke Gericke, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion und Abgeordnete für Ludwigsburg, sowie Meike Günter, Abgeordnete für den Wahlkreis Vaihingen, begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich.
„Die Markgröninger Bahn gehört auf die Schiene und die Menschen in unserer Region warten darauf. Dass das Land dieses Projekt auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen priorisiert, ist eine wichtige Entscheidung für Ludwigsburg und Möglingen“, erklärt Silke Gericke. „Wir haben uns über Jahre für die Reaktivierung eingesetzt. Jetzt erhalten die kommunalen Partner die notwendige Planungssicherheit, um das Vorhaben entschlossen weiterzuführen. Gerade angesichts der angespannten Haushaltslage ist das ein starkes Signal.“
Die Markgröninger Bahn ist ein wesentlicher Bestandteil des geplanten Stadtbahnnetzes LUCIE. Sie soll Markgröningen über Möglingen mit Ludwigsburg verbinden und damit eine attraktive Alternative zum Autoverkehr schaffen. Die Reaktivierung verbessert insbesondere die Anbindung der westlichen Kommunen an die Kreisstadt und eröffnet neue Möglichkeiten für einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr im Landkreis. Auch Meike Günter sieht in der Entscheidung einen wichtigen Erfolg für Markgröningen:
„Für Markgröningen ist die Wiederanbindung an das Schienennetz seit Langem ein zentrales Zukunftsprojekt. Die Menschen wollen eine Verbindung, mit der sie verlässlich zur Arbeit, zur Schule oder nach Ludwigsburg kommen. Dass die Markgröninger Bahn weiterhin zu den vorrangigen Projekten des Landes gehört, gibt unserer Region Rückenwind. Jetzt kommt es darauf an, die Planungen konsequent voranzubringen.“
Mit der neuen Priorisierung reagiert das Land auf die erheblichen finanziellen Herausforderungen im Schienenpersonennahverkehr. Steigende Trassenpreise und unzureichende Regionalisierungsmittel des Bundes erschweren die Finanzierung zusätzlicher Zugangebote. Baden-Württemberg konzentriert seine Unterstützung deshalb zunächst auf zwölf Reaktivierungsprojekte, deren Umsetzung bereits fortgeschritten ist oder für die frühere Zusagen bestehen. Für diese Projekte beteiligt sich das Land mit einer hälftigen Vorfinanzierung an den Planungskosten und sichert bei einer entsprechenden Bundesförderung die landesseitige Kofinanzierung der Umsetzung zu. Auch die spätere Finanzierung des Betriebs ist im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Landes vorgesehen.
„Wer eine Verkehrswende will, muss auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die richtigen Prioritäten setzen. Die Reaktivierung bestehender Bahnstrecken ist eine Investition in die Zukunft unserer Regionen. Gleichzeitig brauchen die Länder endlich eine auskömmliche Finanzierung des Schienenverkehrs durch den Bund. Es darf nicht sein, dass steigende Trassenpreise den Ausbau des Bahnangebots ausbremsen“, betont Gericke.
Für beide Abgeordnete steht fest, dass die Entscheidung des Landes nun auch vor Ort genutzt werden muss.
„Die Kommunen haben bereits erhebliche Arbeit in die Planungen investiert. Dieses Engagement verdient Verlässlichkeit, so dass die Menschen im Landkreis ihr Ziele in Zukunft schnell erreichen“, erklären Gericke und Günter abschließend.